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Noten

Blue Lady   Musik  

 

Wie alles beginnt
 
Mein Freund Rainer lernt schon seit geraumer Zeit Klarinette. Sein Klarinettenlehrer bietet uns günstige Instrumente an. Wir kauften zwei Gitarren - gute Instrumente, aber billig, da zweite Wahl mit kleinen Macken im Lack. (ca. 1970).
 
Manfred zeigt uns die ersten Akkorde. Eine gute musiktheoretische Ausbildung in der Schule, insbesondere in Harmonielehre, versetzt uns in die Lage, uns autodidaktisch weiterzubilden. Einen richtigen Gitarrenlehrer haben wir beide nie.
 
 
Das Equipment
 
Erinnert Ihr Euch an den Party-Orpheus mit der Wandergitarre (siehe Startseite)? Genau - das ist die Gitarre vom Klarinettenlehrer. Name: Helga; ich kann Euch an dieser Stelle leider nicht verraten, warum sie diesen Namen trägt ;-)
 
Für den Anfang ist das ok. Aber irgendwann will ich mehr, und beginne zu sparen...
 

... und zu sparen und zu sparen...

 ...  und eines Tages reicht das Geld...

 ... für meine 12-seitige Westerngitarre von ECO (Name: Pauline). Ein schönes Instrument, voll im Klang, aber anspruchslos in der Grifftechnik. Man hat zwei statt einer Seite unter den Fingern und kann sich Ungenauigkeiten erlauben. Zwischendurch spiele ich immer wieder mal die Wandergitarre um grifftechnisch nicht zu verrohen.

 
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Die erste Band
 

Rainer spielt mit seiner Klarinette mittlerweile im Musikverein Wolfstein. Daraus gründet sich eine Jugendcombo (Die Lautertaler). Diese wird im Laufe der Zeit immer “professioneller“, bis die ersten Full-Time-Auftritte (Altenfeiern u.s.w.) folgen. Nach und nach wird eine Anlage zusammengekauft, einige Personalwechsel erfolgen und es wird ein breit gefächertes Repertoire erarbeitet. Nun muss nur noch ein zugkräftiger Name her. Ein Ideenwettbewerb in Freundeskreis bringt die Lösung: ORION.

Die Lautertaler beim ersten Auftritt 1971 in der Gaststätte Scheidt in Kreimbach Die ORION 1974 in Reichsthal
 
Eine zeichnerisch begabte Freundin hat die Band seinerzeit mit diesem tierische Bild namens ZOORION dargestellt. Nicht nur die Instrumente sind korrekt zugeordnet, sondern auch die tierischen Charaktere und die Muster der Hemden.
 
 
 
Ich selbst spiele nicht mit; es gibt einfach zu viele Gitarristen im Umfeld. Aber dabei bin ich immer. Kaum eine Probe, bei der ich fehle. Und zu den Auftritten fahre ich ohnehin immer mit.
 
Damals gibt es den Begriff “Roadie“ noch nicht, aber im Grunde ist genau das mein Job. Die Aufgabenstellung ist dreigeteilt:
 
  1. Ich helfe vor dem Auftritt beim Aufbau
  2. Ich helfe nach dem Auftritt beim Abbau
  3. Während des Auftritts tanze ich mit den Freundinnen der Musiker
 
Das ist ein echter Vollzeit-Job!
 
Obwohl ich nicht mitspiele, ist dies für mich eine wichtige Entwicklungsphase, in der ich das Bandleben intensiv miterlebe.
 
Die ORION reift in dieser Zeit zu einem der beiden Lokalmatadoren der heimischen Tanzmusikszene. Witzigerweise heißt die andere Band “Enterprise“. Damit haben die konkurrierenden Fernsehraumschiffe ORION und Enterprise  auch die Konkurrenz in den Tanzsälen angetreten.
 
Aus dieser Zeit gibt es leider kaum noch verwertbares Bildmaterial. Aber es existieren noch Live-Aufnahmen der ORION:
 
1. Hörprobe     2. Hörprobe     3. Hörprobe     4. Hörprobe
 
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Die ersten eigenen Gehversuche
 
Der erste Keyboarder der Orion, mittlerweile ausgewechselt, gründet eine eigene Band mit Namen “The Arrows“ und holt mich dazu (1975).
 
Wir haben bei Weitem nicht die Klasse von ORION und Enterprise, aber trotzdem den einen oder anderen Termin zu spielen und ich kann meine theoretischen Erfahrungen aus der ORION-Zeit immer besser in die Praxis umsetzen.
 
Das Equipment
 
 
Die erste E-Gitarre wird angeschafft. Als Schüler ist das Geld knapp und es reichte nur für einen billigen Les Paul – Nachbau. (Name: Blue Lady)
 
An dem Instrument habe ich wenig Freude. Sie verstimmt sich unglaublich leicht und ich muss quasi nach jedem Lied nachstimmen. Beim damaligen Rhythmus von je drei Liedern pro Tanzrunde ist das gar nicht möglich.
 
Häufig spiele ich mit ausgeliehenen Instrumenten.
 
 
 
 
Verstärker und Box sind ausrangierte Teile der ORION, die man mir extrem günstig überlässt.
 
Alles zusammen klingt nicht gerade schön, aber wenn man will, kann man verdammt  laut sein.
Nach etwa zwei Jahren kann ich mich in dieser Band nicht mehr weiterentwickeln und steige aus. Es folgt eine eher unmusikalische Phase, in der die Freundin, die Fotographie und der 1. FCK im Mittelpunkt stehen.
 
 
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Anspruchsvolle Tanzmusik und Partyband
 
In der Verwandtschaft meiner damaligen Frau gibt es einige Profimusiker (ein Onkel und seine beiden Söhne), die alle als Musiklehrer tätig sind. Sie bilden den Kern einer Tanzband (Werner Bürthel-Sextett), die unter der Leitung des Onkels bisher seriöse Tanzmusik (vornehme Bälle, Tanzschulabschlüsse u.s.w.) spielt. Einer der Söhne übernimmt die Band und versucht den Wandel zur modernen Partyband.
 
Neuer Name:
 
 
 
In einer Schublade habe ich ein verstaubtes Formular des damaligen Engagementvertrages gefunden:
          (Vertragsformular)

 

 

 

Bei einem Familientreffen Anfang der 80er werde ich zu einer Probe eingeladen und bleibe dabei.
 
 
Für diese Profis bin ich im Grunde genommen nicht gut genug. Man kaschiert dies aber, indem mir größere Herausforderungen abgenommen werden und ich auf meinem unteren Niveau die Löcher stopfe. Trotzdem habe ich in der Band eine gewisse Daseinsberechtigung. Bei Faschings- und Kerweveranstaltungen sorge ich für die Stimmung und bin für den Country-Bereich  zuständig. Überhaupt singe ich in dieser Band viel. Im vierstimmigen Satz trällere ich die oberste Stimme (heute undenkbar).
 
 
Das Equipment
 
Für diese Band hat mit Rainer seine “echte“ Les Paul ausgeliehen; ein Traum von einem Instrument. Den Verstärker, einen Fender Twin Reverb, kann ich mir nach den ersten Gagen selbst leisten - mal wieder aus Restbeständen der ORION.
 
Mitte der 80er breiten sich neue Interessen in meinem Leben aus (u.a. mein Naturkostladen “Kornkammer“) und ich verlasse die “White Cats“. Eine weitere unmusikalische Phase beginnt.
 
 
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ALPHAntastisch, Lakestreet und das alles “Just for Fun“
 
Nach fast 15 Jahren der Musikabstinenz tut sich wieder etwas. In der neuen Firma sind im Kollegenkreis mehrere Musiker und man schwelgt gelegentlich in Erinnerungen. Als ich mit Oliver (Posaune, Bass, Schlagzeug u.v.m) 1999 über die Osterfeiertage mehrere Datenbankkonvertierung durchzuführen habe, bringen wir die Instrumente mit. Während die Konvertierprogramme laufen wird gejamt. Auf Anhieb stellt sich eine grundlegende Harmonie ein. Daraus entsteht eine Firmenband, der das Publikum beim ersten Auftritt den Namen ALPHAntastisch gibt. Man muss dazu wissen, dass unsere Firma damals proALPHA heißt, und ein Kollege die ersten Takte auf gut pfälzisch mit “ei die spielen jo all phantastisch!“ kommentiert. Schon ist der Band-Name geboren.

     

 
Im Intranet der Firma war die Band folgendermaßen vertreten:   ALPHAntastisch im Intranet
 
Das Equipment
 
Und wieder hat man mir ein vernünftiges Instrument ausgeliehen, eine weiße Stratocaster. Name: White Lady; dazu einen Marschall-Verstärker.

 

Oliver spielt zu dieser Zeit bei “Lakestreet“, einer Coverband, deren Equipment wir benutzen und deren Chef und Schlagzeuger
uns abmixt. Es dauerte genau zwei ALPHAntastisch-Gigs, bis ich
bei Lakestreet einsteige.

Oli am Bass

Die Gitarren

Das Drum-Set

Das Keyboard

Der Gesang

 

Das Equipment
 
Zu Anfang spiele ich noch die “White Lady“. Dann leiste ich mir was eigenes. Einen schwarzen Stratocaster-Nachbau von Squire. Name: Black Magic Woman. 
 
Für den Radau gibt’s einen kleinen PEAVEY – Kofferverstärker und bei eBAY ein gebrauchtes ZOOM 505 II – Effektgerät.
 
 
 
 
 
 
 
Jetzt macht’s wieder richtig Spaß. Jeden Freitag ist Probe, der wichtigste Termin der Woche. Man fordert mich, ich muss etwas tun und entwickle mich weiter. Dennoch bleibt meine oberste Prämisse: “Just for Fun“. Trotz aller Ernsthaftigkeit, mit der ich an die Sache herangehe, soll der Spaß im Vordergrund stehen.
 
Aber die Band will mehr. Der semiprofessionelle Anspruch widerspricht mehr und mehr meinen Vorstellungen. Darum steige ich  - in Absprache mit der Band -  aus dem aktiven Geschehen aus und gehe nur noch zu den Proben. Hier finde ich zunächst, was ich eigentlich suche. Freitags abends meinem Hobby nachgehen, ohne dass daraus Verpflichtungen entstehen. Die Band akzeptiert das.
 
So funktioniert das aber nicht auf Dauer. Ohne Ansporn wird man nachlässig. Ich habe immer wieder mal Proben geschwänzt und schließlich ganz aufgehört.
 

 
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Von “Just for Fun“ zu "5 - 4 - FUN"
 

Der Freundeskreis, und das sind im Wesentlichen die Leute aus dem ehemaligen ORION-Umfeld, wird älter. Nach und nach werden wir alle 50. Zum runden Geburtstag spielen die Freunde ein paar Stücke von damals. Alle habe eine Gaudi und man will weitermachen. Ist das ein Ansatz für meine “Just for Fun“- Theorie?

Soweit der Stand im Herbst 2006. Inzwischen hat sich Einiges getan. Aber schön der Reihe nach:


Karin und Thomas machen den Anfang. Bei der Geburtstagsfeier spielte ich mit Rainer und Manfred.




Dann folgen Bärbel und Rainer. Für deren Geburtstag hatten Manfred und Peter mit mir geübt.



In meinem Kopf reift so langsam meine Traumbesetzung für die "Just for Fun"-Feierabendband. Die Musikanten dieser beiden Geburtstagsständchen plus Kollege und Freund Oliver (siehe ALPHAntastisch und Lake Street) werden angesprochen und alle wollen mitmachen. Doch dann kommt kein einziger Probentermin zustande. Ich schreibe unzählige Mails, aber Irgendwer ist immer verhindert. Schließlich resigniere ich und gebe das Vorhaben enttäuscht auf.
 
.... Und dann kommt mein eigener 50ster Geburtstag und eine riesengroße Überraschung ....
 
.... Die Rasselbande war nicht verhindert; die haben heimlich für meinen Geburtstag geprobt.
 
 
Und als Krönung haben sie mir 10 Gitarrenstunden in der Musikwerkstatt (bei Michael Halberstadt) geschenkt.
 
Nun ist mein Traum doch noch Wirklichkeit geworden. Wir proben mehr oder weniger regelmäßig und haben viel Spaß dabei. Es gibt sogar schon einen Namen. Ein Blick ins Internet hat gezeigt, dass es schon tausende von Bands mit dem Namen "Just for Fun" gibt. Also haben wir diesen Namen leicht abgewandelt. Da wir zu fünft sind, nennen wir uns
5 - 4 - FUN

und in Anspielung auf meine Körperfülle gibt es den Untertitel
 
          Fat Man Eggie And The Hungry Boys
 


09.09.2007: Werkstattfest 2007 der Musikwerkstatt

Einen ersten Auftritt gibt's beim Werkstattfest 2007 der Musikwerkstatt, wo wir als Opener auf der Open-Air-Bühne stehen.



02.08.2008: Gartenfest von Birgit und Andreas in Otterberg









20.09.2008: Müllers diverse-Jubiläen-Party in KL










Eigene Texte
 
Schon Anfang der 70er versuche ich mich mit einfachen Fun-Texten. Noch bestimmt der Reim, wohin der Liedinhalt geht. Das legendäre (und mittlerweile überarbeitete) Ergebnis dieses Schaffens ist der Hypopotamus-Boogie
 
Nachdem ich mich immer mehr mit Mundart beschäftige, ist es nur logisch, die Texte irgendwann im Dialekt zu verfassen. Ich beginne, mit mehr Konzept an die Sache heranzugehen. Recht gelungene Versuche sind zum Beispiel die Übersetzung von “Those where the Days“ (Das war e Zeit) oder Die Diagnos, ein Lied über die Wehwehchen eines alterndes Herrn.
 
Besonders stolz bin ich, dass die überregional bekannte Mundartband “Latwerch-Bänd“ mittlerweile mehrere meiner Texte verwendet. (Bassist in der Latwerch-Bänd ist übrigens Manfred, siehe “Wie alles beginnt“. So klein ist die Musiker-Welt!
 
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